Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum: Praxisleitfaden für Kommunen zeigt Lösungen auf

Wie kann nachhaltige Mobilität in ländlichen Räumen gelingen? Ein Leitfaden des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) gibt Kommunen praxisnahe Orientierung – mit konkreten Beispielen von Plusbuslinien bis zu Sharing-Angeboten.

Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum
Vielfältige Mobilitätsangebote – vom Linienverkehr bis zu Sharing-Modellen – sind zentrale Bausteine für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung im ländlichen Raum. Foto: Adobe Stock/Flaviu Boerescu

Wie lässt sich nachhaltige Mobilität in ländlichen Räumen gestalten? Welche Bedeutung kommen der individuellen Fortbewegung und dem öffentlichen Personennahverkehr zu? Und wie können innovative Mobilitätsangebote entwickelt werden? Mit diesen Fragestellungen hat sich das Bundesministerium für Verkehr (BMV) im Rahmen eines Forschungsprojekts befasst.

Das Ergebnis ist der praxisorientierte Handlungsleitfaden „Nachhaltig mobil in ländlichen Räumen“, der sich speziell an Kommunen richtet. Er bündelt erfolgreich realisierte Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands, darunter Plusbuslinien, Bedarfsverkehre, Shuttles, Bürgerbusse sowie Car- und Fahrradsharing-Angebote. Dies berichtet das Bundesministerium für Verkehr in einer Mitteilung.

Leitfaden soll Kommunen bei der Mobilitätswende unterstützen

Im Rahmen einer realitätsnahen Verkehrspolitik sei es das Ziel der Bundesregierung, „die unterschiedlichen Bedürfnisse in Stadt und Land zu berücksichtigen“, so Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.

„In ländlichen Regionen ist das Auto ein wichtiges Fortbewegungsmittel, die Straße ein bedeutender Verkehrsträger“, erklärt Schnieder. „Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen für ergänzende, vernetzte und intelligente Mobilitätsangebote. Mit dem Leitfaden geben wir den Kommunen Hilfestellung, wie das gelingen kann.“

Praxisbeispiele für eine vernetzte Mobilitätsgestaltung

Der Leitfaden beschreibt Ansätze, um die Auswahl an Verkehrsmitteln zu erweitern (Multimodalität) und verschiedene Angebote besser miteinander zu verknüpfen (Intermodalität). Als besonders zielführend wird dabei die Kombination aufeinander abgestimmter Mobilitätsangebote hervorgehoben, beispielsweise …

  • einem leistungsfähigen Linienverkehr auf regionalen Hauptachsen auf der Schiene und/oder durch Schnell-/Regio-Buslinien,
  • einer Versorgung mit klassischem ÖPNV, kombiniert mit flexiblen und alternativen Angeboten,
  • einer Flächenerschließung durch ergänzende Verkehrsmittel wie einem gut ausgebauten Radwegenetz oder Sharing-Angeboten,
  • bürgerschaftlich organisierten Mobilität,
  • Verknüpfungsangeboten wie Park+Ride (P+R) und Bike+Ride (B+R).

Der Leitfaden stellt darüber hinaus konkrete Handlungsoptionen dar, etwa für die Projektumsetzung, Finanzierungsfragen, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren, Personalthemen sowie für Monitoring und Evaluation. Vorgestellt wurde er im „Nationalen Kompetenznetzwerk für nachhaltige Mobilität“ (NaKoMo) des Bundesministeriums für Verkehr (BMV).

Red.


Zum Leitfaden

Der Handlungsleitfaden „Nachhaltig mobil in ländlichen Räumen“ des Bundesministeriums für Verkehr kann gratis abgerufen werden.


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